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Odenwaldklub Sprendlingen e.V.
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Hans Engel   (1. Vorsitzender)
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Tel.:    +49 (0) 6103-61810
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Tages - Wanderungen 2014-08

"Der Halfterweg"

Zu dieser Wanderung laden wir Sie für
Sonntag, 17. August 2014 ein.

Tageswanderung auf dem Pfad der schlauen Treidler im Nassauer Land

       
Abfahrt mit dem Privatbus von folgenden öffentlichen Bushaltestellen:  
                     
Offenthal Kontakt mit Christel Zeller aufnehmen A 07:30 Uhr  

Die Fahrpreise betragen für Erwachsene
€ 17,00 und für Gäste € 19,00.
Für Kinder und Jugendliche
ist die Busfahrt frei
Gastkinder zahlen € 9,50.

Verbindliche Anmeldung der Busfahrt
unter Vorauszahlung des Fahrpreises bis
Donnerstag, 14.08.2014, 12:00 Uhr,
bei unserer Anmeldestelle.

Götzenhain Langener Straße B 07:35 Uhr  
Dreieichenhain Ludwig-Erk-Schule C 07:39 Uhr  
  Bhf. Weibelfeld D 07:40 Uhr  
Sprendlingen Süd E 07:42 Uhr  
  Rathaus F 07:45 Uhr  
  Mitte K 07:50 Uhr  
  Siedlung L 07:52 Uhr  
  Hirschsprung M 07:55 Uhr  
Neu-Isenburg IZ (Postbank) N 08:00 Uhr  
                     
Schlussrast für Gruppe 1,  2 und 3:
Landhotel Treis , Hauptstr. 1-3, Weinähr im Gelbachtal                                         
                                                                
                     
Nr. Essen-Angebot   Preis  
1 Jägerschnitzel mit Pommes Frites und Salatteller   12,50 €  
1a Jägerschnitzel mit Pommes Frites und Salatteller Seniorenteller 10,50 €  
2 Wildgulasch "Hubertus" mit Edelpilzen, Butterspätzle und Apfelmus   13,80 €  
2a Wildgulasch "Hubertus" mit Edelpilzen, Butterspätzle und Apfelmus Seniorenteller 11,80 €  
3 Westerwälder Forelle  "Blau"   13,50 €  
3a Westerwälder Forelle  "Müllerin"   13,50 €  
4 Tortellini gefüllt mit Spinat u. Ricotta   9,00 €  
                     
Wanderzeiten:                
Gruppe 1 5,5 Stunden 19 km            
Gruppe 2 4,0 Stunden 13 km            
Gruppe 3* 2,0 Stunden   7 km *gemütlicher Spaziergang durch die Altstadt von Diez. Er führt uns oft eben oder mit moderatem Anstieg zum Grafenschlloss und zurück zur Lahn.
         
                     
Höhenunterschiede - rauf und runter -                
Gruppe 1: ca. 250 m          Gruppe 2: ca. 200 m          Gruppe 3: moderater Anstieg    
Bitte festes Schuhwerk und Stöcke nicht vergessen!      
                 

Wanderprogramm:

               

Allgemeines:

Über die Entstehung unseres heutigen Wanderweges informiert das Faltblatt der Tourist-Information Diez wie folgt:
„Im 19. Jahrhundert wurden die Schiffe von Lahnstein mit Pferden auf der linken Lahnseite über den Leinpfad lahnaufwärts bis Weilburg von den Treidlern gezogen. Da die Schiffe lahnabwärts auf Grund der Strömung keine Pferde brauchten, wurden diese dann wieder auf dem Landweg zurückgeführt. Die Fuhrunternehmer, die diese Arbeit verrichteten, wurden damals auch Halfterer genannt. Den Weg, über den die Pferde zurück nach Lahnstein gebracht wurden, nennt man bis heute „Halfterweg“. Die Treidler wählten eine ausgesprochen kluge Route, denn der Weg entlang dem Lahnufer wäre deutlich länger und zugleich mühsamer gewesen.“
Unsere Wanderroute, heute als Halfterweg ausgewiesen, ist dem Teilstück der ursprünglichen Strecke von Diez nach Obernhof nachempfunden.
Das Städtchen Diez mit seiner schönen Altstadt, dem Grafenschloss und dem Barockschloss Oranienstein wurde erstmals im Jahr 790 in einer Urkunde Karls des Großen erwähnt. Das Grafenschloss erbauten die Diezer Grafen im 11. Jahrhundert. Durch Erbfolge wurden sie Fürsten von Nassau-Diez-Oranien und als solche Statthalter in den Niederlanden. Während ihrer Abwesenheit regierten ihre Frauen in Diez und verteidigten im Dreißigjährigen Krieg sehr mutig die Stadt und ihre Untertanen.
In Schloss Oranienstein kann man barocke Pracht und niederländische Geschichte erleben, die direkten Vorfahren des niederländischen Königs lebten hier.
Heute trägt die geografische Lage von Diez zwischen Grafenschloss und Lahn, also dem Schloss auf dem Porphyrfelsen und dem Fluss, zum besonderen Charme der Stadt bei, aber vor 380 Mio Jahren lag die Region um Diez in Äquatornähe und war überflutet von einem seichten tropischen Meer. In dieser Zeit entstanden die Kalksteinvorkommen an der heutigen Lahn.
Schon vor 40.000 Jahren nutzten durchziehende Jäger im Lahntal die Kalksteinhöhlen als Zufluchtsorte. Erst viel später wurden Menschen sesshaft, Reste von Siedlungen, Gräber, Keramik und steinzeitliche Werkzeuge belegen dies.
Ca. 500 v.C. war unser Wandergebiet von Kelten besiedelt, keltische Fürstengräber zeugen davon.
Die heute so friedliche Landschaft auf unserem Wanderweg trügt aber. Noch bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde Bergbau betrieben, Auch Hüttenanlagen zur Erschmelzung der Metalle waren errichtet worden.
Es wurde Silber, Blei und Zink abgebaut. Im Jahr 1815 kam  J.W. von Goethe hierher und führte im Erzbergwerk von Holzappel geologische Studien durch. Noch Ende des 19. Jahrhunderts waren in der Grube 850 Mitarbeiter beschäftigt. Nördlich von Holzappel liegt der Berg Höchst, wie sein Name schon sagt, mit 443 m die höchste Erhebung in der Umgebung. Im Jahre 1846 wurde im Süden des Berges ein hoher Damm errichtet, um das Quell- und Oberflächenwasser zu sammeln, daraus ist dann der Wackerhans-Teich entstanden (Wackerhans ist eine Sage aus dem Dreißigjährigen Krieg). Seit 1907 heißt er Herthasee, benannt nach dem gleichnamigen See auf der Ostseeinsel Rügen.
Auf dem Weg vom Herthasee nach Charlottenberg liegt links von unserem Weg der Ort Holzappel. Dieser war früher eine Grafschaftsresidenz und Bergbauort. Graf Peter Melander von Holzappel war kaiserlicher Feldherr im Dreißigjährigen Krieg und starb 1648 in einer Schlacht nahe Augsburg im Kampf gegen die Schweden. Seine Tochter Elisabeth Charlotte Fürstin von Nassau-Schaumburg war eine kluge Regentin, sie sorgte dafür, dass Holzappel 1688 die Stadtrechte erhielt und gründete 1699 die Waldensergemeinde Charlottenberg.
Auch in Weinähr wurde bis in die 1950er Jahre Bergbau betrieben, auch finden sich bereits im späten 16. Jh. Hinweise auf ein Hammerwerk. Das große alte Fachwerk-Rathaus aus dieser Zeit ist sehenswert (auf der Hauptstraße).

Wanderroute:

Die Gruppen 1 und 2 starten an der „Alten Lahnbrücke“ in Diez und folgen nach Überqueren der Brücke dem St. Peter-Weg hinauf zur gleichnamigen Kirche. Belohnt werden wir von einem herrlichen Blick über Diez mit dem Grafenschloss.
Weiter durch die Felder erreichen wir den kleinen Ort Heistenbach, den wir durchqueren. Nun laufen durch das Tal des Heistenbaches, erst durch Wiesen, später am Waldrand entlang, nach Überqueren einer kleinen Brücke bis in den Heistenbacher Wald. Hier steigt der Weg langsam an. Etwa in der Hälfte des Anstiegs ist die Stelle, wo das einzige Originalteilstück des Halfterweges auf den heutigen Wanderweg mündet. Wir werden es entdecken!
Weiter bergauf erreichen wir die Wilhelmsruh und haben die Hälfte unserer Höhenmeter schon geschafft. Der Weg führt weiter durch den Wald bergauf und mit Erreichen des Hirschberger Feldes ist bereits der höchste Punkt des gesamten Weges erreicht, der Blickerstein (365 m). Ab nun geht es bergab, mit Fernblick südöstlich bis zum Feldberg im Taunus und nördlich in den Westerwald. Auf der gegenüberliegenden Lahnseite sehen wir die Schaumburg.
Gruppe 2 erreicht nun bald den Herthasee, wo der Bus die Wanderer abholt und zusammen mit der Gruppe 3 nach Weinähr zur Schlussrast bringt.
Gruppe 1 muss wegen des Badebetriebes den See umgehen und kommt vor Horhausen wieder auf den  Halfterweg. Dieser führt auf einer wenig befahrenen Landstraße (bei der Vortour 1 Auto) hinauf nach Charlottenburg. Ca. 400 m hinter dem Ort sind wir wieder mitten in der Natur. Wir wandern durch den Wald zum Goethepunkt. Bei seiner Lahnreise im Jahre 1774 stand der junge Goethe schon hier oben. Nachdem auch wir hier die herrliche Aussicht auf die Lahn, Obernhof mit den Weinbergen und Kloster Arnstein genossen haben, führt uns unser Weg erst abwärts, dann oberhalb von Obernhof bis zur Abzweigung in das Gelbachtal und nach Weinähr  zu unserer Schlussrast.
Gruppe 3 beginnt den Rundgang in Diez am alten Fruchtspeicher (heute finden hier Theateraufführungen statt), der an der Aar-Mündung in die Lahn liegt. Der Weg führt über den Marktplatz entlang der Aar, die Fürstin Henriette Amalie an beiden Ufern fassen und zu einem niederländischen Gracht-Ensemble umgestalten ließ. Es geht vorbei an Burgmannenhäusern, der ehemaligen Schmiede, Haus Eberhard mit seiner kleinen Gartenoase und einem schönen Blick über die Lahn zur Kirche St. Peter.
Jetzt folgt ein moderater Anstieg zur Stiftskirche mit der Fürstengruft und dem Amalien-Sarkophag, und weiter zum Diezer Grafenschloss, in dem sich heute eine Jugendherberge, ein Museum für Stadt- und Regionalgeschichte und ein Restaurant befinden.
Vor dem Schloss ist der Johann-Friso-Brunnen, der zum Gedenken an das Familiendrama von 1711 errichtet wurde, sehenswert (Näheres bei der Wanderung). Von hier führt der Weg die Treppenstufen hinunter zur Altstadt.
Zwischendurch ist eine Pause zur Stärkung eingeplant, z.B. bei einem Kaffee und Kuchen.
Damit die vielen lohnenswerten Fotomotive nachhause mitgenommen werden können, bitte Foto nicht vergessen!
Und dann wartet schon der Bus am Parkplatz für die Weiterfahrt zur Schlussrast in Weinähr.

Wer möchte, kann nach dem Essen noch einen Spaziergang am schattigen Ufer des Gelbachs unternehmen.

                     
Die Wanderbegleiter
                     
Gruppe 1:      Evelin Hoffmann und Christel Zeller   Tel.  06074-2113895    
Gruppe 2:          Georg Chantre und Frank Koch         Tel.  06074-99452    
Gruppe 3:   Edda Kielmann                                         Tel.  06103-36860    
                     
wünschen einen schönen Wandersonntag.