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Odenwaldklub Sprendlingen e.V.
Geschäftsstelle:
Hans Engel   (1. Vorsitzender)
Lacheweg 15
63303 Dreieich
Tel.:    +49 (0) 6103-61810
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Tages - Wanderungen 2016-07

„Ins Ockstädter Kirschenparadies“

Zu dieser Wanderung laden wir Sie für
Sonntag, 10. Juli 2016 ein.

Abfahrt mit dem Privatbus von folgenden öffentlichen Bushaltestellen:

Offenthal Dieburger Straße 08:00 Uhr

Die Fahrpreise betragen für Erwachsene 
€ 15,00 und für Gäste € 18,00.

Für Kinder und Jugendliche ist die Busfahrt frei. Gastkinder zahlen € 8,00.

Verbindliche Anmeldung der Busfahrt unter Vorauszahlung des Fahrpreises bis Donnerstag, 07. Juli 2016, 12:00 Uhr, bei unserer Anmeldestelle

Götzenhain Langener Straße 08:05 Uhr
Dreieichenhain Taunusstr. Kath. Kirche 08:08 Uhr
  Bhf. Weibelfeld 08:10 Uhr
Sprendlingen Süd 08:15 Uhr
  Rathaus 08:18 Uhr
  Mitte 08:20 Uhr
  Siedlung 08:21 Uhr
  Hirschsprung 08:25 Uhr
Neu-Isenburg Schlüsseldienst Biergans 08:30 Uhr

 

Schlussrast für Gruppe 1 + 2 in der 1. Ockstädter Straußwirtschaft „Zum Gerippte“.

 

Wanderzeiten:

Gruppe 1:     20,0 km     5,5 Stunden      Höhenunterschied ca. 450 m
Gruppe 2:   15,0 km   4,0 Stunden   Höhenunterschied ca. 300 m
Gruppe 3:   7,0 km   2,0 Stunden   Führung – Bad Nauheim 

 

Hinweis für die Gruppen 1 und 2!
Bitte festes Schuhwerk, passende Kleidung, ausreichend Getränke und Proviant mitnehmen, da Schlussrast! Sonnenschutz und Stöcke erhöhen eventuell das Wohlbefinden!

 

Ockstädter Kirschenparadies

Die Anfänge der Ockstädter Kirschenkulturen reichen mehr als 200 Jahre zurück, als der damalige Ortsherr Gottfried von und zu Franckenstein in einer frühen Strukturmaßnahme erst Kartoffeln und dann die wohl-schmeckende Frucht einführte. Heute werden hier 44 Sorten angebaut. Während bereits Anfang Juni erste Sorten (weicher) Herzkirschen geerntet und vielfach im Straßenverkauf in und um Ockstadt erstanden werden können, hängen andere wie die festeren „Knorpel“ bis Anfang August in den Zweigen. Diese, vor allem ältere Sorten mit so poetischen Namen wie Schneiders späte Knorpel oder Hedelfinger Froschmaul, zeichnen sich durch aromatischen Saft und Robustheit aus. Heute besitzt fast jeder Ockstädter eine Obstbaumparzelle, wenn auch nur wenige – trotz Spitzenpreisen – hauptberuflich vom Absatz leben. Zwischen den mehr als 40.000 Kirschbäumen aller Größen stehen auch Apfel, Birne, Pflaume und Walnuss.

 

Kirschenverkauf!!!

Frau Scharf, Betreiberin der Straußwirtschaft „Zum Gerippte“ organisiert den Verkauf von frisch gepflückten Kirschen:

  • Unbedingt bei Anmeldung (Firma Köth) die gewünschte Menge angeben.


Wanderprogramm:

Anfahrt über die Autobahn A 661und A 5 - ABA Friedberg - Köppern - zur Lochmühle, wo die Wanderung für Gruppe 1 auf dem Limeswanderweg beginnt. Im Wald, am Limeswall entlang, aber stetig steigend hinauf bis zur Kapersburg. Unterwegs öffnet sich oberhalb eines Quarzit Steinbruchs der Wald und man hat eine herrliche Aussicht. Wenig später ist an der „Rother-Stein-Schutzhütte eine Frühstücksrast geplant. Vorbei an einer neuzeitlichen Militäreinrichtung eines Bundeswehr-Depots dem Limesverlauf folgend erreichen wird das ehemalige „Römerkastell Kapersburg“ (411 m). Hier ist Gelegenheit, die in Grundmauern restaurierte Anlage zu besichtigen. Gegenüber der Therme, die in ihrer Ausstattung durchaus heutigen Welless-Studios entsprach, führt der Hauptweg, die gepflasterten Via principalis, mitten entlang der Hauptachse des Lagers. Erläuterungen zur Kastellanlage und seiner Erforschung geben auch hier neu angebrachte lnformationstafeln. Das durch Rasen und Baumsolitäre einem Landschaftspark ähnelnde Areal entstand mit finanzieller Unterstützung der UNESCO. Das Numerus-Kastell Kapersburg gehört zu den am besten erhaltenen römischen Militäranlagen des Obergermanisch-Rätischen Limes, der seit 2005 den Status des UNESCO-Weltkulturerbes besitzt.

 

Gruppe 2 fährt indes weiter nach Pfaffenwiesbach und beginnt die Wanderung am Naturparkplatz "Hügelgräber" oberhalb von Pfaffenwiesbach (Ausblick zum Großen Feldberg und ins Usinger Becken): Ebenfalls im Wald, aber mit deutlich geringerer Steigung als Gruppe 1 erreicht man den Limeswall. Eben in südlicher Richtung, mit einem Abstecher zum Kleinkastell Ockstädter Wald, wird nach ca. 1 stündiger Wanderung das Römerkastell Kapersburg erreicht.


Das Kastell Kapersburg wurde vermutlich in trojanischer Zeit, also ab 98, vielleicht aber auch erst um 130, angelegt. Vorläufer war möglicherweise das Kleinkastell Ockstädter Wald (siehe weiter unten bei Gruppe 2). Auch das Ende der Anlage ist nicht sicher greifbar. Um die Mitte des 3. Jahrhunderts wurde vermutlich ein Teil der Besatzung abgezogen, da für diese Zeit ein Rückbau der Kastellanlagen nachweisbar ist: Die verbliebene Besatzung zog sich auf das nordöstliche Viertel der Anlage um das Getreidelager zurück, die äußere Wallanlage verfiel. An der Stelle der einstigen Halle der Principia (Stabsgebäude, heute nur noch die Fundamente des Fahnenheiligtums (Aedes) und einiger Schreibstuben sichtbar) entstand ein kleiner, quadratischer und beheizbarer Steinbau, vermutlich die Unterkunft des Centurios. Um den noch genutzten Abschnitt des Kastells abzuschließen, wurde eine Mauer zwischen diesem Steinbau und dem Nordtor gezogen. Sein Ende fand das Kastell in der Zeit der innen- und außenpolitischen sowie wirtschaftlichen Krise des Imperiums um die Mitte des 3. Jahrhunderts. Spuren für eine gewaltsame Zerstörung lassen sich allerdings nicht nachweisen. Die Münzreihe endet mit einem Antoninian des Postumus, ein weiterer Antoninian des Gallienus (geprägt 255/56 n. Chr.) fand sich im nördlichen Turm des Osttores.

 

Von hier wandert Gruppe 1 + 2 zeitversetzt auf gleichen Wegen!

 

Beim Wanderheim des Taunusklubs (links) verlassen wir die Anlage und folgen dem Weg entlang des Limes. Gut zwei Kilometer weiter befand sich das Kleinkastell Kaisergrube, ein Lager von nur rund 730 m² Größe, bei dem eine Holz- und eine Steinbauphase nachgewiesen werden konnten. Das Kastell ist durch ein benachbartes neuzeitliches Bergwerk beschädigt worden aber noch gut im Gelände wahrnehmbar. Auf der nördlich folgenden Höhe (397 m üNN) schließlich befindet sich in einem 5- minütigen Abstecher der 1926 rekonstruierte steinerne Wachturm auf dem Gaulskopf (Wp. 4/16). Hier wurden die Reste eines besonders hohen und beeindruckenden Limeswachturms gefunden und wiederhergestellt. Der beeindruckende Turm, von dem man eine hervorragende Aussicht genießen kann, gilt als einer der bestrekonstruierten Wachtürme des gesamten Limes. Der antike Originalturm war allerdings mit Sicherheit verputzt und dürfte zudem noch ein wenig höher gewesen sein, da er als wichtiger Signalturm des in nördlicher Richtung gen Butzbach verlaufenden Limes und zum Limes am östlichen Rand der Wetterau diente. Zurück zur Wegkreuzung geht es ca. 1,5 km bis zum bewirtschafteten Forsthaus Winterstein (362 m). Nungeht es steil hinauf, um schließlich in einer großen Kehre um den Winterstein (482 m) an dessen zackiger Fels-Nordflanke beim 2005 neu erbauten Aussichtsturm (alter 2004 abgebrannt) das Gipfelplateau zu erreichen.

 

Von hier geht es auf Farn gesäumtem Waldpfad bergab. Das Bergab scheint keine Ende nehmen zu wollen, aber schließlich erreichen wir nach ca. 30 Minuten einen asphaltierten Querweg, der uns über die Autobahn A3 vorbei am Industriegelände von Ockstadt (hier befindet sich eine Alligator-Farm, in der man zwischen den Tieren hindurch spaziert und sie anfassen ?! kann) hinunter nach Ockstadt zur verdienten Schlussrast in der 1. Straußwirtschaft „Zum Gerippte“ bringt.

 

Gruppe 3  fährt weiter nach Bad Nauheim  mit seinem historischen Kurpark.

An der Bushaltestelle an der Tourismus Information verlassen wir den Bus und beginnen dort unseren 2-stündigen  Jugendstilrundgang: „ Kurschätze von Weltruhm!“

Das größte geschlossene Jugendstilensemble Europas beeindruckt bis heute durch seine harmonische Bäderarchitektur! Einblicke in das reiche Jugendstilerbe eröffnen sich in der Trinkkuranlage und im Sprudelhof z.B. in einem der historischen Badehäuser, wo Badekultur wie vor 100 Jahren fasziniert.
Anschließend gehen wir  zum „Restaurant Pfälzer Hof“ und kehren dort zum Mittagessen  ein. (Essenauswahl  nach der  Busspeisekarte, Abfrage erfolgt im  Bus). Der „Pfälzer Hof“ ist eines der ältesten Häuser in Bad Nauheim Der Nachmittag steht zur freien Verfügung. Es gibt je nach Lust und Laune ein großes Angebot an Freizeitaktivitäten. Z.B. Altstadtbesichtigung, Bootsfahren auf dem großen Teich, historischer Kurpark, Gradierbauten, Kaffee trinken oder Eis essen usw.

Die Rückfahrt erfolgt dann über Ockstadt (Abholung Gruppe 1 + 2) nach Dreieich.

Die Rückkehr nach Dreieich ist für ca. 18:00 Uhr (rechtzeitig für das EM Endspiel Deutschland gegen *****) geplant.

 

Kosten: Führung  6,00 € pro Person - bei Anmeldung bezahlen.

 

Ihre Wanderbegleiter

Gruppe 1:     Maritta Sauer u. Martin Jahn     Tel.:   06103 63670 / 65791
Gruppe 2:   Ingrid u. Hans Engel   Tel.: 06103 61810
Gruppe 3:   Dieter Schäfer u. Erika Jahn   Tel.: 06103 68593


wünschen einen schönen Wandersonntag.