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Odenwaldklub Sprendlingen e.V.
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„Naturtour Nidda“

Stadtwerke Dreieich GmbH / Odenwaldklub Sprendlingen

Am Parkplatz an der B 455 am Ortsausgang von Nidda-Eichelsdorf angekommen, startete bei wolkenverhangenem Himmel die Rundtour für Gruppe 1 und 2 zeitversetzt. Nach einem kurzen, kräftigen Anstieg 100m hinauf zum „Eichköppel“, ein Naturschutzgebiet mit urwüchsigen Gehölzriegeln, Wiesenstreifen, historischen Huteweiden und Magerrasenflächen, sowie einer weiten Aussicht über den hohen Vogelsberg bis zum Taunus, ging es wieder bergab in den Talgrund des Eichelbaches. Der Weg führte weiter über saftige Wiesen am Bach entlang, quer durch den Wald auf schmalen Pfaden und Forstwegen bis zum „Haißbachgrund“, dem zweiten Naturschutzgebiet am Weg, vorbei an einem mit Schilf gerahmten See. Durch den Buchenwald erreichten die Wanderer den Nestl Platz mit Gedenkstein und einem historischen Wanderpfahl. Hier trennten sich die Wege.

Gruppe 2 wanderte weiter durch den Wald bis zum „Schmitter Blick“, wo sich beide Wanderwege wieder treffen.

Gruppe 1 lief die Erweiterungsrunde zum verwunschenen Steinbruch Michelnau mit seinem seltenen roten Tuffstein. Seit etwa 150 Jahren wurde hier Gestein abgebaut. Noch immer ist viel davon erhalten, was zusammen als Industriedenkmal unter Schutz gestellt wurde: Gebäude, Geräte (z.B. ein Derrick aus Holz) und Abbauspuren an den Wänden. Hier ließen sich die Wanderer zur wohlverdienten Mittagsrast nieder. Gestärkt ging es weiter auf Wiesenwegen am Waldrand entlang, zeitweise begleitet von der „Schäfer- und Magerrasenroute“, vorbei an Hutungen eines wüstgefallenen Dorfes erreichten sie „Schmitter Blick“, wo die Erweiterungstour endet.

Gruppe 1 war es, vom Wolkenbruch und Gewitter überrascht, nicht vergönnt, die sonst so herrliche Aussicht über das Niddatal zu genießen, denn bei klarem Wetter kann man bis zum Dünsberg hinter Gießen blicken. Von nun an begleitete sie auch wieder die „Schäfer- und Magerrasenroute“, mit einigen der insgesamt 22 Infotafeln zur Schäferei, Flora und Fauna der Magerrasen. Mit Blick auf das Dorf und die spätromanische Dorfkirche aus dem 13. Jahrhundert wanderten sie über Weidewiesen und dem Eichelbach folgend hinunter nach Eichelsdorf. Der bereitstehende Bus brachte die Wanderer völlig durchnässt zur Schlussrast nach Rainrod in den Landgasthof Kupferschmiede.

Gruppe 3 startete ihre Wanderung um den Nidda-Stausee. Der See lag ruhig da, nur der mehrstimmige Gesang der Vögel begleitete die Gruppe. Fast alle schliefen noch: Enten, Schwäne, Menschen, nur ein einsamer Segler auf dem Wasser und zwei Angler am Ufer waren zu sehen und vier Jogger drehten um diese frühe Zeit ihre Runden. Die vorgesehene Wanderstrecke wurde erweitert und so stiegen sie hinauf, inzwischen schien die Sonne, zu den oberhalb des Sees auf einer Lichtung stehenden vier Berg-Mammutbäumen, mit 40 Metern die höchsten Bäumen des Vogelsbergs. Nach kurzer Rast ging es in Richtung Rainrod  zum Mittagessen. Ein kurzer Rundgang an der Nidda entlang durch Rainrod nach dem Essen, dann brachte sie der Bus bei Blitz, Donner und Starkregen in das Städtchen Nidda. Auf der alten Steinbrücke wurde die Nidda überquert und mit dem Schirm bewaffnet ging es durch die Altstadt mit ihren schönen Fachwerkhäusern. Das Heimatmuseum ist in einem der imposantesten Gebäude am Marktplatz, im ehemaligen Stadtwirtshaus „Hotel zum Stern“, untergebracht. Es zeigte unter anderem einen Überblick über die Siedlungsgeschichte, eine historische Druckerei, ehemalige Möbelwerkstätten, Modelle der so genannten Wasser- und Stangenkunst zur Soleförderung. Der Museumsleiter führte sachkundig durch das Haus. Im Anschluss hatte sich das Wetter beruhigt und man konnte bis zur Heimfahrt auf dem Marktplatz die Frühlingssonne genießen, neben dem alten Marktbrunnen, den das alte Stadtwappen und der Spruch ziert:

 

„Ich steh alhier auff offenem Marck, Geb hin mein Wahr ohne Gelt, Wer Lust hat trinck wans ihm gefelt, Ob ich schon werde gering geacht, So steht doch meine Kraft in Gottes Macht Welcher seine Brünlein lest fliesen Die der Arm sowohl als der Reiche hat zu geniesen“

 

Trotz Wolkenbruch und Gewitter ein eindrucksvoller und erlebnisreicher Tag für die Wanderer des OWK-Sprendlingen.